Für den Verein „Klein Borstel hilft“ war der April ein echter Aktionsmonat. Neben den regelmäßigen Integrationsangeboten wie Sprachkursen, Begegnungscafé und mehr, galt es einen Spendenflohmarkt zu organisieren und ein Frühlingsfest zu feiern.

Spendenflohmarkt in Klein BorstelBeim ersten Spendenflohmarkt in der Begegnungsstätte „Pastorat“ an der Stübeheide konnten die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft „Große Horst“ Verschiedenes günstig erwerben, das viele Klein Borsteler zuvor gespendet hatten. Der Schwerpunkt lag auf der Ausstattung für die Zimmer und Wohnungen. Und so wechselte zu symbolisches Kleinstpreisen viel Brauchbares den Besitzer: Geschirr, Besteck, Gläser, Töpfe, aber auch Tischdecken, Bettwäsche, oder Handtücher. Auch einige Geräte wie Kaffeemaschine, Mixer, Toaster, Fön und Lampen waren im Angebot. Der Andrang war groß und es wurde auch deutlich, was außerdem noch alles gebraucht wird. Insofern ist für den Sommer ein weiterer Spendenflohmarkt geplant, sobald sich die Hauptorganisatorin Heike Meyer-Jungclaussen von den Strapazen erholt hat und die Kraft findet, zu neuen Spenden aufzurufen. Als Erlös des Flohmarktes kamen am Ende stolze 380 Euro heraus, die natürlich der lokalen Flüchtlingshilfe zufließen.

Eine Woche später hieß es dann „Türen auf und hereinspaziert“ zum großen Frühlingsfest. Der Garten der Begegnungsstätte erstrahlte in blumigem Glanz, denn Tags zuvor waren viele bunte Frühlingsboten frisch gepflanzt worden.Der Osterbaum vor der Begegnungsstätte in Klein Borstel Auf dem Buffet im Pastorat standen zahlreiche Kuchen sowie pikante Leckereien, später bruzzelten würziges Halal-Geflügel und köstliche Würstchen auf dem Grill. Rund 180 Menschen mit und ohne Migrationshintergrund kamen und genossen einen gemeinsamen, sonnigen Nachmittag. Auch Dorothee Martin, SPD-Bürgerschaftsabgeordnete und Bundestagskandidatin für Hamburg-Nord schaute auf eine Tasse Kaffee und einen Klönschnack vorbei. Zur Unterhaltung hatte die Kultur-Gruppe des Vereins Literarisches und Musikalisches vorbereitet. Besonderen Applaus bekam Awet Habtemariam aus Eritrea, der gemeinsam mit Konrad Singer und in gekonntem Deutsch eine Geschichte aus dem Buch „Im Taxi“ von Jochen Rausch als „gespielten Witz“ zum Besten gab.
Besucher beim Frühlingsfest von Klein Borstel hilft„Es war ein fröhlicher, interkultureller Nachmittag, der zeigte, dass in Klein Borstel die Integration auf einem guten Weg ist“, freuten sich Ilka Mamero und Melanie Reiling aus dem Deligiertenrat von Klein Borstel hilft. Unbestritten sei aber auch, dass durch den Einzug von inzwischen fast aller rund 450 Bewohner der Unterkunft „Große Horst“ der Arbeitsaufwand gestiegen und weitere Unterstützung aus dem Stadtteil sehr willkommen sei. Weitere Informationen dazu finden sich auf der Webseite www.klein-borstel-hilft.de.

Zum Schluss noch ein Hinweis der ehrenamtlichen Fahrradwerkstatt im Neubaugebiet. Hier werden nicht nur laufend Fahrräder gebraucht, die fit gemacht und an Geflüchtete abgegeben werden können. Es besteht auch Bedarf an weiteren Mitstreitern. Das Angebot der Fahrradwerkstatt an Geflüchtete, sich unter Anleitung gebrauchte Fahrräder herzurichten oder auch vorhandene zu reparieren, wird nach wie vor gut angenommen. Die Werkstatt befindet sich im Innenhof am Sodenkamp und ist jeden Mittwoch von 18 bis 20 Uhr geöffnet. Derzeit wird sie von vier Personen betreut. Diese könnten sehr gut noch personelle Unterstützung brauchen. Besondere technische Kenntnisse sind dabei gar nicht erforderlich: Wer einen Reifen flicken kann, Kette spannen oder Sattel/Lenker/Bremsen einstellen, der hilft schon sehr. Bei Interesse oder Fragen gerne per Mail melden unter fahrrad@klein-borstel-hilft.de.